Kinder

Ein wesentlicher Schwerpunkt meiner lungenfachärztlichen Tätigkeit ist die Behandlung und Betreuung von Kindern.
In meiner Praxis sind die wichtigsten Krankheitsbilder bei Kindern die Bronchitis und das Asthma bronchiale.

 

Bronchitis

Die Bronchitis ist in den meisten Fällen eine eher harmlose, meist durch Viren ausgelöste Entzündung, die in der Regel in 1 - 2 Wochen abheilt.


Asthma bronchiale

Beim Asthma bronchiale unterscheidet man ein allergisches und ein nicht allergisches Asthma bronchiale, wobei die weitaus häufigere Form eine durch Allergien ausgelöste Erkrankung ist.
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung (im Kindes- und Jugendalter die häufigste chronische Erkrankung!).
In Österreich sind ca. 10-12% der Schulkinder betroffen; 80% der Kinder entwickeln Symptome in den ersten 5 Lebensjahren.
Ein wesentliches Merkmal für ein Asthma bronchiale bei Kindern ist Husten. Vor allem ein trockener Husten, der immer wiederkommt, situationsbezogen (z. B. bei Belastung) oder zeitbezogen (z.B. nachts) ist, kann ein erstes und meist einziges Zeichen für ein beginnendes Asthma bronchiale sein.
Daneben können dann aber auch noch als weitere Symptome Kurzatmigkeit, pfeifendes bzw. brummendes Atemgeräusch und Auswurf auftreten.
Ausgelöst wird das Hauptsymptom Husten durch eine Entzündung der Bronchialschleimhaut (meist allergiebedingt) und erhöhte Empfindlichkeit der Atemwege, sowie in vielen Fällen auch durch eine Verkrampfung der Bronchien und vermehrte Schleimbildung.
Weitere Hinweise für ein Asthma können Müdigkeit, Schlappheit und verminderte Leistungsfähigkeit oder Leistungsunwillen des Kindes sein.

Warum es zu einer Zunahme der Asthmaerkrankungen und Allergien kommt, wird viel diskutiert.
Einerseits liegt es sicherlich an der viel zitierten Zunahme der Umweltverschmutzung, andererseits aber auch an der geänderten, modernen Lebensweise mit veränderten Wohnraumbedingungen (verstärktes Rauchen im Beisein der Kinder, z. T. überzogene Hygiene u. a. m.)
Das Bronchialsystem des Asthma-Kindes ist überempfindlich, es reagiert viel schneller und intensiver auf Reize wie Allergene, Umwelteinflüsse, Anstrengung, Kälte, Infekte und Stress. Die Bronchialschleimhaut entzündet sich, die Schleimhaut produziert vermehrt Schleim, die Bronchien verengen sich und somit kann weniger Luft durchströmen – die Atemnot tritt auf.


Diagnose

Es gibt keinen „Test auf Asthma“. Das Um und Auf ist eine gezielte und genaue Anamnese, insbesondere bei einem Kind mit Husten.
Wann, wo und unter welchen Umständen tritt beim Kind Husten auf?
Ist das Kind belastbar? Gibt es in der Familie Allergiker?
Danach erfolgt eine gründliche klinische Untersuchung. Der Lungenfunktions-Test und evtl. auch ein Allergietest (Prick-Test!) komplettieren die Diagnosestellung.


Behandlung

Das Behandlungsziel ist, dass das Kind so leben, spielen und auch Sport treiben kann wie seine Freunde, also keine Einschränkung seiner Lebensqualität hat.
Dazu gehören einerseits verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die Vermeidung bzw. Reduzierung von Auslösern (z. B. Meiden von Allergenkontakten) und andererseits aber auch eine medikamentöse Therapie, die aber in der Regel nicht immer und auch nicht ein Leben lang durchgeführt werden muss.
Das Hauptaugenmerk und die wichtigste Maßnahme ist die Behandlung der chronischen Entzündung der Bronchien mit einem entzündungshemmenden Medikament.
In vielen Fällen ist dann zusätzlich noch ein bronchienerweiterndes Medikament über einen mehr oder weniger langen Zeitraum, bzw. später dann nur mehr für den Notfall, notwendig.


Prognose

• Asthma muss in jedem Fall behandelt und betreut werden, damit es nicht zu schwerwiegenden, irreversiblen Schäden der Atemwege und der Lunge kommt.

• Asthma bronchiale ist mittlerweile eine sehr gut behandelbare Krankheit, die in den weitaus meisten Fällen zu keinerlei Einschränkung der Lebensqualität bei Kindern führt. Spiel und Sport sind uneingeschränkt möglich und es gibt auch kaum mehr Fehlzeiten in der Schule. Dafür ist aber eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und betreuendem Arzt eine Grundvoraussetzung.

Wichtig aber ist, dass man dabei eines nicht vergisst:
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung!
Das heißt, es ist - insbesondere auch in beschwerdefreien Intervallen – eine regelmäßige ärztliche Kontrolle notwendig.


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